Ich habe erfahren, dass der Akt des Aufstehens etwas Wunderbares ist, natürlich viel besser als das Hinfallen, das wiederum aber notwendig ist, um wieder aufstehen zu können. Damit meine ich natürlich auch nicht das Hinfallen bildlich gesehen- nicht dass mir das nicht schon das ein oder andere Mal wiederfahren wäre- meinen Ruf als hoffnungsosen Tollpatsch muss ich nicht wirklich verteidigen.
Ich meine damit Versagen, Verlieren, Erkennen, dass ich zu spät gekommen bin, mich verkümmert, misshandelt und verwundet zu fühlen. Das Bewußtwerden zuzulassen, dass es passiert ist, halte ich für eins der Schwersten, denn ich mache es mir nur allzu gerne leichter, als es sein muss.
Aber wenn ich es dann doch geschafft haben sollte, dann kommt etwas so Wunderbares, dass ich es kaum in meinen Worten zu beschreiben in der Lage bin. Es fühlt sich so tief und essentiell an, so viel Demut und Hochachtung vor dem Prinzip des Lebens, Erstaunen und Beruhigung, Vertrauen und Gelassenheit, dass alles gut werden wird. Niemals fühle ich mich so sehr bei mir selbst, wie in solchen Momenten.
Das bedeutet für mich Aufstehen, (oder noch ein kurzer Moment davor), und das kann ich im Grunde nur allein.
Die Hilfe von Anderen besteht bestenfalls in der aufrechten Bereitschaft zuzuhören, meiner und noch viel älterer und uralter Geschichten.
Wobei da der Aussonderungseffekt hinreichend zur Geltung kommen wird.
Naja, so ein Gedanke von mir… Danke